Taufgedächtnis

am Baptisterium in der Johannesbasilika
Johannes mit Maria Colo blue
ERÖFFNUNG

V Im Namen des Vaters + und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

A Amen.

V Liebe Schwestern und Brüder!
In der Taufe sind wir mit Wasser und Heiligem Geist auf den Tod und die Auferstehung Jesu Christi getauft worden. Er ist die Quelle, aus der wir unseren Durst nach ewigem Leben 
stillen. Ihm vertrauen wir uns neu an.

oder:

V Liebe Brüder und Schwestern!
Wenn wir mit Wasser besprengt werden, erinnern wir uns: In der Taufe hat uns Gott als seine geliebten Kinder angenommen. Wir sind seine Töchter und Söhne und dürfen ihn Vater nennen. Aus seiner Liebe leben wir Tag für Tag.
Der Vorbeter trägt in einem geeignetes Gefäß Weihwasser zum Taufbecken.

V Lasset uns beten.
Gott, du Quelle des Lebens. Du schenkst uns dein Heil in sichtbaren Zeichen. So sei uns dieses Wasser ein Zeichen für das neue Leben, das du in der Taufe in uns gewirkt hast.
Erneuere in uns die Gaben deines Geistes. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn.

A Amen.

LIED

Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören.
Lobe den Herren, der künstlich und fein dich bereitet,
der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet.
In wieviel Not hat nicht der gnädige Gott
über dir Flügel gebreitet!

Gotteslob 392, 1+3
Text: Joachim Neander I Musik: Halle 1741 nach Stralsund 1665

WORTGOTTES

L Wir hören aus dem Evangelium nach Johannes:
Den Pharisäern war zu Ohren gekommen, dass Jesus noch mehr Nachfolger  gewann und taufte als Johannes – obwohl er nicht einmal selbst taufte, sondern nur seine Jünger. Als Jesus das erfuhr, verließ er Judäa und kehrte nach Galiläa zurück.
Sein Weg führte ihn auch durch Samarien, unter anderem nach Sychar. Dieser Ort liegt in der Nähe des Feldes, das Jakob seinem Sohn Josef geschenkt hatte. Dort befand sich
der Jakobsbrunnen. Müde von der Wanderung setzte sich Jesus an den Brunnen. Es war um die Mittagszeit.

Brunnen, um Wasser zu holen. Jesus bat sie: »Gib mir etwas zu trinken!« Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um etwas zu essen einzukaufen.
Die Frau war überrascht, denn normalerweise wollten die Juden nichts mit den Samaritern zu tun haben. Sie sagte: »Du bist doch ein Jude! Wieso bittest du mich um Wasser?
Schließlich bin ich eine samaritische Frau!«
Jesus antwortete ihr: »Wenn du wüsstest, was Gott dir geben will und wer dich hier um Wasser bittet, würdest du mich um das Wasser bitten, das du wirklich zum Leben brauchst. Und ich würde es dir geben.«
»Aber Herr«, meinte da die Frau, »du hast doch gar nichts, womit du Wasser schöpfen kannst, und der Brunnen ist tief! Wo willst du denn das Wasser für mich hernehmen? Kannst du etwa mehr als Jakob, unser Stammvater, der diesen Brunnen gegraben hat? Er selbst, seine Söhne und sein Vieh haben schon daraus getrunken.«
Jesus erwiderte: »Wer dieses Wasser trinkt, wird bald wieder durstig sein. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nie wieder Durst bekommen. Dieses Wasser
wird in ihm zu einer nie versiegenden Quelle, die ewiges Leben schenkt.«
Und die Frau bat Jesus: »Dann gib mir von diesem Wasser, Herr.«

Johannes 4,1-15
Übersetzung: “Hoffnung für alle”

LIED

Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet,
der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet.
Denke daran, was der Allmächtige kann,
der dir mit Liebe begegnet!

LOBPREIS

V Wir preisen dich, Gott, Vater voll Erbarmen.
Du hast uns aus dem Wasser der Taufe neues Leben geschenkt.
Wir loben dich.

A Wir preisen dich.

V In deinem Sohn Jesus Christus machst du alle,
die aus Wasser und Heiligem Geist getauft sind, zu einem Volk.
Wir loben dich.

A Wir preisen dich.

V Durch den Geist deiner Liebe befreist du uns
zum wahren Leben und schenkst uns deinen Frieden.
Wir loben dich.

A Wir preisen dich.

V Du erwählst alle Getauften,
das Evangelium Christi in der Welt freudig zu bezeugen.
Wir loben dich.

A Wir preisen dich.

GLAUBENSBEKENNTNIS

Während des Gebets wird Weihwasser ausgesprengt.
Oder: Die Teilnehmer nehmen Weihwasser aus der Schale, steigen in den Taufbrunnen hinab bekreuzigen sich mit Weihwasser und steigen in Richtung Osten aus dem Brunnen.

V Lasst uns gemeinsam unseren Glauben bekennen,
auf den wir getauft wurden:
A Wir glauben an den einen Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
der alles geschaffen hat, Himmel und Erde,
die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus,
Gottes eingeborenen Sohn,
aus dem Vater geboren vor aller Zeit:
Gott von Gott, Licht vom Licht,
wahrer Gott vom wahren Gott,
gezeugt, nicht geschaffen,
eines Wesens mit dem Vater;
durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserem Heil
ist er vom Himmel gekommen,
hat Fleisch angenommen
durch den Heiligen Geist
von der Jungfrau Maria
und ist Mensch geworden.
Er wurde für uns gekreuzigt
unter Pontius Pilatus,
hat gelitten und ist begraben worden,
ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift
und aufgefahren in den Himmel.
Er sitzt zur Rechten des Vaters
und wird wiederkommen in Herrlichkeit,
zu richten die Lebenden und die Toten;
seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist,
der Herr ist und lebendig macht,
der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht,
der mit dem Vater und dem Sohn
angebetet und verherrlicht wird,
der gesprochen hat durch die Propheten
und die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche.
Wir bekennen die eine Taufe
zur Vergebung der Sünden.
Wir erwarten die Auferstehung der Toten
und das Leben der kommenden Welt.
Amen.

Gotteslob 586
Nizänokonstantinopolitanisches Glaubensbekenntnis

LIED

Fest soll mein Taufbund immer stehn,
ich will die Kirche hören!
Sie soll mich allzeit gläubig sehn
und folgsam ihren Lehren!
Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad
in seine Kirch berufen hat,
nie will ich von ihr weichen!
2. Die rechten Wege wandle ich,
solang ich leb‘ auf Erden.
Getreuer Gott, beschütze mich
und lass mich selig werden.
O mach mich ähnlich Deinem Sohn,
dass ich erhalte seinen Lohn
im Himmel droben ewig.

Gotteslob Diözesanteile
Text: F. M. Berghaus († 1814) I Musik: C. J. Bierbaum (1789–1868)

PERSÖNLICHESGEBET

In Stille

FREIE FÜRBITTEN

Für alle Taufbewerber und Neugetauften etc.

GEBET DES HERR

V All unser Beten und Bitten wollen wir hineinlegen in das
Gebet, das der Herr uns selbst gelehrt hat:
VATER UNSER

SEGENSBITTE

V Der allmächtige Gott hat uns durch die Auferstehung
seines Sohnes aus Sünde und Tod befreit;
er segne uns und schenke uns seine Freude.

A Amen.

V Und Christus, mit dem wir auferstanden sind durch
den Glauben, bewahre in uns die Gabe der Erlösung.

A Amen.

V Gott hat uns in der Taufe angenommen als Kinder
seiner Gnade; er schenke uns das verheißene Erbe.

A Amen.

V Das gewähre uns der dreieinige Gott,
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

A Amen.

V Gelobt sei Jesus Christus.

A In Ewigkeit. Amen.

Quelle: Messbuch II, S. 542f.

SCHLUSSLIED

Kehrvers (wird nach jeder Strophe wiederholt)

Alle meine Quellen entspringen in dir, in dir mein guter Gott!
Du bist das Wasser, das mich tränkt und meine Sehnsucht stillt.

Strophe 1:
Du bist die Kraft, die Leben schenkt, eine Quelle, welche nie
versiegt. Ströme von lebendigem Wasser brechen hervor.

Strophe 2:
Du bist der Geist, der in uns lebt, der uns reinigt, der uns heilt
und hilft. Ströme von lebendigem Wasser brechen hervor.

Strophe 3:
Du bist das Wort, das mit uns geht, das uns trägt und uns die
Richtung weist. Ströme von lebendigem Wasser brechen hervor.

Strophe 4:
Du bist der Glaube, der uns prägt, der uns stark macht, offen
und bereit. Ströme von lebendigem Wasser brechen hervor.

Strophe 5:
Du bist die Liebe, die befreit, die vergibt, wenn uns das Herz
anklagt. Ströme von lebendigem Wasser brechen hervor.

Strophe 6:
Du bist das Licht in Dunkelheit, du erleuchtest unsern
Lebensweg. Ströme von lebendigem Wasser brechen hervor.

Text und Melodie: Sr. Leonore Heinzl OSF) © bei der Autorin

oder:

MARIENGRUSS

Meerstern, ich dich grüße!
O Maria hilf!
Gottes Mutter, süße!
O Maria, hilf!
Maria, hilf uns allen
aus unsrer tiefen Not!

Rose ohne Dornen,
O Maria hilf!
Du von Gott Erkor’ne,
O Maria hilf!
Maria, hilf uns allen
aus unsrer tiefen Not!

Lilie ohnegleichen,
O Maria hilf!
Dir die Engel weichen!
O Maria hilf!
Maria, hilf uns allen
aus unsrer tiefen Not!

Du Quell aller Freuden,
O Maria hilf!
Trösterin in Leiden!
O Maria hilf!
Maria, hilf uns allen
aus unsrer tiefen Not!

Hoch auf deinem Throne,
O Maria hilf!
aller Jungfrau’n Krone!
O Maria hilf!
Maria, hilf uns allen
aus unsrer tiefen Not!

Dich als Mutter zeige,
O Maria hilf!
Gnädig uns zuneige!
O Maria hilf!
Maria, hilf uns allen
aus unsrer tiefen Not!

Nimm uns in deine Hände,
O Maria hilf!
Uns das Licht zuwende!
O Maria hilf!
Maria, hilf uns allen
aus unsrer tiefen Not!

Hilf uns Christum flehen,
O Maria hilf!,
fröhlich vor ihm stehen!
O Maria hilf!
Maria, hilf uns allen
aus unsrer tiefen Not!

August von Harthausen (1792 – 1866)

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