Ephesus Novene

Ephesus Novene
2. Tag - Erhebe dein Herz
Eröffnung

Im Namen des Vaters und des Sohnes
und des Heiligen Geistes. Amen.

Anrufung des dreifaltigen Gottes

Herr, erbarme dich. – Christus, erbarme dich. – Herr, erbarme dich.
Christus, höre uns. – Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, erbarme dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser.
Gott Heiliger Geist, erbarme dich unser.
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser.

Mariengruß

Gruß dir, Mutter, in Gottes Herrlichkeit,
Mutter Gottes, Mutter der Christenheit,
Stern der Hoffnung und Quell der Seligkeit.
Gruß dir, Mutter, reich an Barmherzigkeit!

Anrufungen aus der Lauretanischen Litanei - Teil II

Heilige Maria, bitte für uns.
Du reine Mutter, bitte für uns.
Du keusche Mutter, bitte für uns.
Du unversehrte Mutter, bitte für uns.
Du unbefleckte Mutter, bitte für uns.
Du liebenswürdige Mutter, bitte für uns.
Du wunderbare Mutter, bitte für uns.

Aus den Visionen der seligen Anna Katharina Emmerick

Petrus brachte der heiligen Jungfrau das heilige Abendmahl und die Letzte Ölung. Alle Apostel begleiteten ihn in feierlicher Ordnung. Thaddäus schritt mit einem Weihrauchbecken räuchernd voraus, Petrus trug das Allerheiligste, indem kreuzförmigen Behälter, von dem ich früher gesprochen, vor der Brust; ihm folgte Johannes. […] Die heilige Jungfrau ruhte still und bleich auf dem Rücken. Sie schaute mit unverwandten Blicken aufwärts, redete mit niemand und war wie in steter Entzückung. Sie schimmerte von Sehnsucht, ich konnte diese Sehnsucht, welche sie emporzog, fühlen; — ach, mein Herz wollte auch mit dem ihren zu Gott hinauf!

Kurze Betrachtung

Die selige Anna Katharina beschreibt die Gottesmutter oft mit den Worten „schimmernd“, „bleich“, „strahlend“. Sie sieht die Gottesmutter in einem Licht, das nicht von dieser Welt ist. Dieses Licht ist ihr geliebter Sohn selbst. Zu ihm sieht sie auf, von ihm fühlt sie sich angezogen, ihn will sie empfangen, mit ihm will sie eins sein, ganz und für immer. Wie in einem unsagbar herrlichen Staunen über das, was da an liebevoller Freude auf sie zukommt, spricht ihr Herz das letzte und vollendende „fiat“, es möge geschehen – endlich! Endlich darf sie jene Kommunion erleben, nach der sie sich so sehr gesehnt hat. Man könnte diese tiefen Augenblicke vor dem Weggang Mariens mit jenen Worten umschreiben, „Sursum corda“ – „Empor die Herzen“! Ein ganzes Leben lang hat Maria diese Einladung gehört und in Liebe befolgt. Und jetzt, bei ihrer letzten und vollendetsten Kommunion beginnt sich ihr ganzes Dasein in die schon „durchschimmernde“ Gegenwart ihres geliebten Sohnes hinein zu erheben.

kurze Stille

Vater unser

Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit. Amen.

Ave Maria (10 mal)

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade. Der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der uns an sich zieht.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

Ehre sei dem Vater

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen

Gebet

„Sursum corda!“ – Erhebt eure Herzen!
Einmal wenigstens am Tage ganz bei Dir,
o Herr, mit unseren Gedanken,
mit unseren Wünschen, mit unserer Liebe!
Da fragen wir:
Herr, wer bist Du? – Herr, wer bin ich?
Herr, was willst Du? – Herr, was will ich?
Herr, was liebst Du? – Herr, was liebe ich?
„Habemus ad Dominum!“ – Wir haben sie beim Herrn!
Mein Herz bei Dir.
Meine Gedanken sind – Du!
Meine Wünsche sind – Du!
Meine Liebe ist – Du!
„Gratias agamus!“ – Lasst uns Dank sagen!
Nie kann ich dir, o Herr, für deine Gegenwart genug danken.
Es soll Dir danken jeder Atemzug!
Es soll Dir danken jeder Herzensschlag
Bis zu dem letzten Schlag am letzten Tag!
Es soll Dir danken jeglicher Gedanke!
Nichts will ich denken, als: Ich danke, danke.“

nach Franz Reinhardt
Quelle: Weggeleit – P. Jakob Koch SVD.
St. Gabriel-Verlag, Wien

Segensbitte

Herr, unser Gott,
segne uns und lass uns dich wie Maria lieben –
mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all unseren Kräften.
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Amen.

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