Paulus, ehemals SAULUS

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Jüdische Abstammung und alttestamentliche Erziehung

Saulus ist der Sohn eines Pharisäers. Dieser lehrt ihn die Ursprache der Bibel. Zu Hause spricht man Griechisch, und in der Schule bekommt Saulus Kenntnis von der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes. Außerdem haben die Juden ein sehr effektives häusliches Erziehungssystem. Das ist auch das Geheimnis ihrer Glaubensstärke. Mit Jahren kommt Saulus in die Synagogenschule. Hier erfährt er die kommenden Jahre von der Geschichte des Volkes Gottes und von der Zukunft, in der ein großer Messiaskönig kommen wird.

Ab dem 1o. Lebensjahr folgt dann die Einführung in das „mündliche Gesetz“, also in all die Ordnungen und Vorschriften, die die Rabbiner aus den Zehn Geboten herleiteten. Jetzt ging es plötzlich nur noch um „Du sollst nicht! Tu das nicht! Rühr das nicht an!“ Hier spürt Saulus die Last eines „unter dem Gesetz Geborenen“. Als Paulus wird er im Romerbrief voll Freude über seine Erlösung und Befreiung davon schreiben.

HÄUSLICHES ERZIEHUNGSSYSTEM:

  • Mit 5 Jahren: Lesen der Thora (Gesetz)
  • Mit 1o Jahren: Erlernen der Mischna (mündliche Überlieferung)
  • Mit 15 Jahren: Lehre des Talmud (Auslegung der Regeln)
  • Mit 18 Jahren: Hinführung zur Chuppa (Traubaldachin bei jüdischer Hochzeit)
  • Jugendjahre: Studium an der Jerusalemer Tempelhochschule
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