... unter dem Kreuz
Johannes schaut die Mutter vom guten Rat
Johannes -Wegbegleiter der Fürbitterin und Mittlerin der ewigen Freude
Johannes wird Jahrzehnte nach diesem Erlebnis unter dem Kreuz eine Szene niederschreiben Joh 2,1-12). Er wird sich dabei wohl erinnern, dass Jesus die Anrede „Frau“ schon zu Beginn seines öffentlichen Wirkens erwendet hat. Auf der Hochzeit zu Kana reagiert der Sohn auf den Hinweis seiner Mutter, dass der Wein ausgehe, mit der Frage: „Was willst du von mir, Frau.“ Unter dem Kreuz wird diese Anrede zum Anstoß, noch lange darüber nachzudenken, um sie ihrer ganzen Tiefe zu verstehen. Da ist in Johannes wohl erst einmal nur eine Ahnung wach geworden von der Große dieses Wortes. Später aber, erst in der Zeit, in der Maria nicht mehr im irdischen Leben da war und Johannes selbst sich sehnsüchtig an die Mutter Maria erinnert, wird das zum Verweis auf die wundervolle Vorsehung Gottes.
In Kana war Maria die Fürbitterin, deren Wunsch erfüllt wurde, obgleich die Stunde Jesu noch nicht gekommen war. – Jetzt aber steht Johannes mitten im Geschehen, das diese Stunde zur Vollendung führt. erfüllt. Und mitten in der Unfassbarkeit der sich hingebenden Liebe Jesu legt der sterbende Erlöser das Herz des Johannes an das Herz der Mutter.
Jetzt ist die Stunde da, von der Jesus gesprochen hat. Und zu dieser Stunde gehört es auch, dass Jesus den Johannes hinweist auf die große Frau, die er zur Mittlerin und Mutter aller Lebenden erhebt. In seinem Sterben lässt Jesus (der zweite Adam) Maria als zweite Eva aufleuchten. Maria wird so auch zur Mutter der Kirche.
Johannes erkennt: Ohne die Mutter des Lebens wird es keine Kirche geben!
Johannes erkennt in Maria die Mutter der Kirche