Die heiligste Jungfrau hatte, mit Maria Magdalena und Johannes, in einem Winkel der Hallen des Forums die Verurteilung Jesus miterlebt. In der Zeit, da Jesus zu Herodes gebracht wurde, ließ Maria sich von Johannes und Maria Magdalena den Weg zeigen, den ihr göttlicher Sohn seit seiner Gefangennahme am Vorabend gegangen war. An vielen Stellen hielten sie in Trauer und Mitleiden inne, und dort, wo Jesus gefallen war, sank die heiligste Mutter nieder und küsste unter Tranen die Erde. Schon vor dem Kreuzweg, wie wir aus der Überlieferung kennen, suchte seine sündenlose Mutter danach, seine inneren und äußeren Leiden in unendlicher Liebe zu teilen. Jeden Schritt wollte Maria ehren, beweinen und für das Heil der Welt zum himmlischen Vater erheben. Sie sammelte jeden Schritt und Tritt gleich einem geheimnisvollen Gut zur Erlösung der Menschheit. Wie in einer Schatzkammer bewahrte sie alles, was geschehen war, in ihrem Herzen und durchlitt es in ewiger Liebe zu ihrem Sohn.